Ein abgelegener Vierseitenhof in der Altmark, dessen Wände seit über einem Jahrhundert die Geschichten der dort lebenden Menschen tragen. Ein Hof, den einst von vier Frauen bewohnten, deren Leben über verschiedene Jahrzehnten miteinander verknüpft sind. Alma, Erika, Angelika und Nelly – jede von ihnen verbringt ihre Kindheit oder Jugend auf diesem Ort, doch während sie durch ihre eigene Zeit gehen, offenbaren sich ihnen Spuren aus der Vergangenheit. Verborgene Ängste, verdrängte Traumata und lange gehütete Geheimnisse treten zu Tage. Alma erfährt, dass sie nach ihrer verstorbenen Schwester benannt wurde und fürchtet, ihr Schicksal zu teilen. Erika gerät in den Bann ihres schwer verletzten Onkels und verliert sich in gefährlichen Fantasien. Angelika schwankt zwischen Lebenslust und Todessehnsucht, während sie in einem zerrissenen Familiensystem gefangen ist. Nelly wächst in scheinbarer Sicherheit auf, doch dunkle Träume und unbewusste Erinnerungen an vergangene Ereignisse verfolgen sie.
Worum geht es?
Altmark, ein Vierseitenhof. Die Mauern stehen seit über hundert Jahren, drinnen wechseln die Bewohnerinnen — vier Frauen, vier Jahrzehnte, ein Ort. Alma, Erika, Angelika, Nelly. Jede verbringt ihre Kindheit oder Jugend hier, doch was sie vorfinden, sind nicht nur leere Zimmer.
Die Vergangenheit schält sich aus Ritzen und Böden: verdrängte Traumata, verschwiegene Ängste, Geheimnisse, die keine der Frauen ausgesprochen hat. Alma erfährt, dass sie nach ihrer toten Schwester benannt wurde — ein Name als Platzhalter, ein Leben als Schatten. Was die drei anderen Generationen vor ihr erlebt haben, bricht in ihre Gegenwart ein.
Luise Heyer, Lena Urzendowsky, Claudia Geisler-Bading und Lea Drinda spielen die vier Protagonistinnen über verschiedene Zeitebenen hinweg. Der Film montiert ihre Geschichten nicht chronologisch, sondern assoziativ — Blicke, Gesten, Räume wiederholen sich, als würde der Hof selbst ein Gedächtnis besitzen. Regisseurin und Drehbuchautorin verzichten auf Voice-over-Erklärungen; stattdessen arbeitet die Inszenierung mit Stille, langen Einstellungen auf Wände und Türschwellen, mit Ellipsen.
Das Drama bewegt sich zwischen Arthouse-Ästhetik und Generationenerzählung — stilistisch näher an Valeska Grisebach als an klassischer Vergangenheitsbewältigung. Kein Plot-Twist, kein finaler Showdown. Was bleibt, ist die Frage, wie viel Vergangenheit ein Ort speichern kann und ob die Frauen das Erbe ihrer Vorgängerinnen annehmen oder zurückweisen.
Ob der Film den Spagat zwischen Zeitebenen-Puzzle und emotionaler Wucht schafft, hängt davon ab, wie sehr die Inszenierung den Raum als eigenen Charakter ernst nimmt. Die Besetzung verspricht Präzision, das Risiko liegt in der Struktur: Vier Frauenleben, ein Hof — das kann verdichten oder zerfasern.
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Altmark, ein Vierseitenhof. Die Mauern stehen seit über hundert Jahren, drinnen wechseln die Bewohnerinnen — vier Frauen, vier Jahrzehnte, ein Ort. Alma, Erika, Angelika, Nelly. Jede verbringt ihre Kindheit oder Jugend hier, doch was sie vorfinden, sind nicht nur leere Zimmer.
Die Vergangenheit schält sich aus Ritzen und Böden: verdrängte Traumata, verschwiegene Ängste, Geheimnisse, die keine der Frauen ausgesprochen hat. Alma erfährt, dass sie nach ihrer toten Schwester benannt wurde — ein Name als Platzhalter, ein Leben als Schatten. Was die drei anderen Generationen vor ihr erlebt haben, bricht in ihre Gegenwart ein.
Luise Heyer, Lena Urzendowsky, Claudia Geisler-Bading und Lea Drinda spielen die vier Protagonistinnen über verschiedene Zeitebenen hinweg. Der Film montiert ihre Geschichten nicht chronologisch, sondern assoziativ — Blicke, Gesten, Räume wiederholen sich, als würde der Hof selbst ein Gedächtnis besitzen. Regisseurin und Drehbuchautorin verzichten auf Voice-over-Erklärungen; stattdessen arbeitet die Inszenierung mit Stille, langen Einstellungen auf Wände und Türschwellen, mit Ellipsen.
Das Drama bewegt sich zwischen Arthouse-Ästhetik und Generationenerzählung — stilistisch näher an Valeska Grisebach als an klassischer Vergangenheitsbewältigung. Kein Plot-Twist, kein finaler Showdown. Was bleibt, ist die Frage, wie viel Vergangenheit ein Ort speichern kann und ob die Frauen das Erbe ihrer Vorgängerinnen annehmen oder zurückweisen.
Ob der Film den Spagat zwischen Zeitebenen-Puzzle und emotionaler Wucht schafft, hängt davon ab, wie sehr die Inszenierung den Raum als eigenen Charakter ernst nimmt. Die Besetzung verspricht Präzision, das Risiko liegt in der Struktur: Vier Frauenleben, ein Hof — das kann verdichten oder zerfasern.
Verfügbar auf
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Luise Heyer
Christa
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Lena Urzendowsky
Angelika
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Claudia Geisler-Bading
Irm
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Lea Drinda
Erika
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Hanna Heckt
Alma
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Laeni Geiseler
Lenka
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Florian Geißelmann
Rainer
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Andreas Anke
Albat
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Worum geht es in 'In die Sonne schauen'?
Vier Frauen leben in unterschiedlichen Jahrzehnten auf demselben Vierseitenhof in der Altmark. Ihre Geschichten sind durch verdrängte Traumata und Geheimnisse miteinander verknüpft, die der Ort über Generationen bewahrt. -
Wer spielt in 'In die Sonne schauen' mit?
Luise Heyer, Lena Urzendowsky, Claudia Geisler-Bading und Lea Drinda verkörpern die vier Protagonistinnen. Hanna Heckt, Laeni Geiseler, Florian Geißelmann und Andreas Anke sind ebenfalls besetzt. -
Wann kommt 'In die Sonne schauen' ins Kino?
Der deutsche Kinostart ist am 28. August 2025. -
Was ist das Genre von 'In die Sonne schauen'?
Drama mit Fokus auf Generationenerzählung und psychologischer Innenschau, inszeniert zwischen Arthouse-Ästhetik und Zeitebenen-Montage. -
Wo spielt 'In die Sonne schauen'?
Auf einem abgelegenen Vierseitenhof in der Altmark, dessen Räume als zentrales Motiv über mehrere Jahrzehnte hinweg fungieren.