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25 Jahre Natürlich blond: Wie Elle Woods pink zur Ikone wurde

25 Jahre Natürlich blond: Wie Elle Woods pink zur Ikone wurde

Portrait von Tom RichterTom Richter

Am 13. Juli 2001 startete Reese Witherspoons Harvard-Komödie — und begründete ein Franchise, das bis heute nicht abgeschlossen ist.

Pink gegen Harvard

Elle Woods steht mit einem Hündchen im Arm vor der Zulassungskommission in Cambridge und erklärt Jura-Professoren die Welt. Reese Witherspoon spielt sie nicht dumm, sondern unterschätzt. Das ist der ganze Trick des Films. Robert Luketic drehte 2001 eine Komödie, die aussieht wie ein Teenie-Klamauk und sich dann als etwas Zäheres entpuppt.

Der schniefe Warner gibt ihr den Laufpass, weil sie ihm nicht seriös genug ist. Also folgt sie ihm nach Harvard. Klingt nach Stalker-Plot. Funktioniert aber, weil Witherspoon jeder Szene diesen stoischen Optimismus gibt, gegen den kein zynischer Kommilitone ankommt. Luke Wilson und Selma Blair bilden die Gegenpole, ohne die Sache zu überladen.

Die Origin-Story eines Franchise

Was viele vergessen: Diese knapp 96 Minuten waren die Origin-Story eines kleinen Franchise. 2003 kam "Natürlich blond 2", danach ein Musical am Broadway, dazu ein Ableger. Die Continuity blieb erstaunlich sauber — Elle bleibt Elle, egal wie oft man sie recycelt. Ein Easter-Egg für Fans: Bruiser, der Chihuahua, taucht in jeder Fortsetzung wieder auf.

In den Bewertungen liegt der Film heute solide über dem Genre-Schnitt, gestützt von mehreren tausend Rückmeldungen. Keine Sensation. Aber ein Wert, der nach 25 Jahren steht. Komödien altern selten so gnädig.

Warum der Film heute noch läuft

Die Tagline "Vor dem Gesetz sind alle blond!" war 2001 ein Kalauer. Heute liest man den Film als frühe Studie über Vorurteile im Klassenzimmer, ohne dass er je belehrend wird. Genau das hält ihn frisch. Reese Witherspoon (übrigens später selbst Produzentin) machte hier den Sprung zur Hauptdarstellerin, die ein Studio tragen kann.

Ein drittes Kapitel wurde über Jahre angekündigt und immer wieder verschoben. Ob es kommt, weiß niemand genau. Sicher ist nur: Der pinke Aktenordner von Elle Woods ist längst Popkultur. Wer ihn einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht.

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