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25 Jahre Scary Movie 2: Wie ein Flop zum Kult mutierte

25 Jahre Scary Movie 2: Wie ein Flop zum Kult mutierte

Portrait von Leonhard MertensLeonhard Mertens

Am 4. Juli 2001 schickten die Wayans-Brüder Anna Faris zurück ins Hell House – schneller gedreht, schwächer bewertet, trotzdem unvergessen.

Ein Papagei kotzt, das Publikum lacht

Prof. Oldman lädt vier Studenten in eine Spukvilla. Was folgt, ist eine Aneinanderreihung von Gags, die vor keiner Peinlichkeit zurückschrecken. Anna Faris als Cindy stolpert durch dieselben Genre-Zitate wie im Vorgänger, nur greller, klobiger, ohne jede Zurückhaltung.

Keenen Ivory Wayans inszenierte den Nachfolger im Eiltempo, weil Miramax den ersten Teil zur Cash Cow erklärt hatte. Die Tagline versprach „Noch schamloser. Noch gnadenloser." Man merkt dem Film an, dass hier niemand mehr über Feinschliff nachdachte. 83 Minuten, dann ist Schluss.

Der Marketing-Push, der die Kritiker überrollte

Miramax zog den Start bewusst auf das Independence-Day-Wochenende 2001, klassischer Theatrical Run gegen die Sommerkonkurrenz. Der Marketing-Push setzte voll auf Wiedererkennung: dieselben Poster-Parodien, dieselbe Crew, dasselbe Versprechen auf mehr vom Gleichen. Ehrlich gesagt hat das funktioniert, obwohl die Rezensionen vernichtend ausfielen.

In den Bewertungen steht der Film heute bei einer glatten 5,8, gut fünftausend Rückmeldungen haben sich gemeldet. Kein Ruhmesblatt. Für einen Tentpole, der als schnell zusammengezimmerte Fortsetzung galt, ist das erstaunlich zäh im Gedächtnis geblieben.

Was von der Chuck-Nummer blieb

Marlon Wayans und Regina Hall lieferten Szenen, die man auch 25 Jahre später auf YouTube findet. Chris Elliott als Hausmeister mit der verkrüppelten Hand: krude, ranzig, unvergesslich für jeden, der den Streifen als Teenager sah. Der Film wollte nichts weiter als Provokation um jeden Preis.

Anna Faris wurde durch diese Reihe zur Genre-Ikone, lange bevor „Lost in Translation" ihren Ruf veredelte. Der Film selbst? Bleibt ein Kuriosum, das schlechter alterte als sein Vorgänger. Und trotzdem läuft er im Spätprogramm rauf und runter.

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