Trailer zu „À voix basse“
Leyla Bouzids Drama verbindet queere Identität mit einem Familienmysterium im gesellschaftlich repressiven Tunesien.
Was passiert in „À voix basse“?
Lilia lebt als Tunesierin in Paris und kehrt zur Beerdigung ihres Onkels Daly nach Tunesien zurück. Ihre Lebensgefährtin Alice begleitet sie, muss jedoch in einem separaten Hotel unterkommen, da Homosexualität in Tunesien unter Strafe steht.
Während der mehrtägigen Trauerfeier erfährt Lilia von mysteriösen Umständen um den Tod ihres Onkels und beginnt Nachforschungen anzustellen, die sie in die verborgene queere Subkultur Tunesiens führen. Dabei eröffnet sich ein Netz aus Familiengeheimnissen, das ihre Mutter Wahida, die die Wahrheit über ihre Tochter nicht kennt, nie preisgeben wollte. Die junge Frau bewegt sich zwischen zwei Welten — in Paris kann sie offen leben, in ihrer tunesischen Heimat würde ihre sexuelle Orientierung Schande über die Familie bringen.
Wer ist alles in „À voix basse“ dabei?
Eya Bouteraa verkörpert die Hauptfigur Lilia, die zwischen zwei Identitäten navigiert, während Marion Barbeau ihre Lebensgefährtin Alice spielt, die sich als bloße Bekannte ausgeben muss. Hiam Abbass übernimmt die Rolle der Mutter Wahida, die unwissend über die sexuelle Orientierung ihrer Tochter bleibt, und Karim Remadi ist als Onkel Daly zu sehen, dessen mysteriöser Tod die Handlung in Gang setzt. Feriel Chamari vervollständigt die Besetzung.
Hintergrund
Leyla Bouzid führte Regie und schrieb das Drehbuch zu diesem tunesisch-französischen Drama, das westliche Lebensweise mit nordafrikanischer Tradition verbindet. Die tunesisch-französische Filmemacherin wählte einen eleganten Inszenierungsstil, den Kritiker als meisterhaft beschrieben — besonders die sanfte Kraft der Erzählung wurde hervorgehoben. Das Werk thematisiert gesellschaftliche Tabus rund um queere Identität und verwebt Mystery-Elemente mit intergenerationellen Geheimnissen.
Start und Verfügbarkeit
Der Film startet am 9. Juli 2026 in den deutschen Kinos. Neue Visionen übernahm den Verleih. Der Trailer erschien am 7. April 2026.
Was man im Trailer sieht
Der Trailer zeigt Lilia in tunesischen Straßenszenen und bei Gesprächen mit Familienmitgliedern sowie Personen aus der queeren Subkultur, während Alice in heimlichen Begegnungen und Hotelszenen zu sehen ist.
Was bisher bekannt ist
- Homosexualität steht in Tunesien rechtlich unter Strafe
- Der mysteriöse Tod des Onkels führt in Tunesiens queere Subkultur
- Lilias Mutter kennt die sexuelle Orientierung ihrer Tochter nicht
- Die tunesisch-französische Koproduktion wurde als elegant inszeniert beschrieben
À voix basse (2026)
Film · Drama
Kinostart am 22.04.2026
Trailer bereitgestellt von Neue Visionen