Trailer zu „Der Frosch und das Wasser“ zeigt Buschi auf Reise
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Von Leonhard Mertens,
Thomas Stubers Arthouse-Drama startete Ende April im Kino und wurde beim Tallinn Festival ausgezeichnet.
Die Handlung
Stefan Busch, genannt Buschi, lebt in einer betreuten Wohngemeinschaft. Sein Alltag folgt strengen Strukturen. Abenteuer sind nicht vorgesehen. Monotonie bestimmt die Tage.
Während eines Gruppenausflugs nimmt sein Leben eine unerwartete Wendung. Buschi schließt sich ohne Zögern einer japanischen Reisegruppe an. Er verlässt seine vertraute Umgebung. Die fremde Gruppe wird zu seinem neuen Zuhause.
Buschi hat sich sein Leben lang geweigert, über Sprache zu kommunizieren. In der japanischen Gruppe ändert sich das. Er blüht auf. Kommunikation funktioniert jenseits von Worten.
Der Film erzählt von einem Roadtrip, der zum Wendepunkt wird. Buschi entwickelt eine Freundschaft mit Hideo Kitamura. Die Reise wird zur inneren Befreiung. Die Geschichte zeigt, wie Leben unvorhersehbar sein kann.
Die Besetzung
Aladdin Detlefsen spielt Stefan Busch in seiner ersten Kino-Hauptrolle. Der Bremer Schauspieler ist Ensemblemitglied des BLAUMEIER ATELIER. Seine Darstellung wurde beim Tallinn Festival ausgezeichnet. Er trägt den Film.
Kanji Tsuda verkörpert Hideo Kitamura, Buschs Reisebegleiter. Der japanische Darsteller ist aus Arthur Hararis Dschungel-Epos bekannt. Yuki Iwamoto spielt Yamamoto. Cornelius Schwalm ist ebenfalls zu sehen.
Bettina Stucky und Meltem Kaptan übernehmen weitere Rollen. Stucky ist eine versierte Schweizer Schauspielerin. Kaptan kennt man aus deutschen Produktionen. Die Besetzung mischt Debütanten und erfahrene Gesichter.
Hintergrund
Thomas Stuber führte Regie. Der Berliner Filmemacher hat bereits mehrfach Festivalanerkennung erhalten. Gotthart Kuppel schrieb das Drehbuch. Christoph Friedel und Claudia Steffen produzierten den Film.
Der Film ist als Arthouse-Drama angelegt. Er verbindet Komödien-Elemente mit ernsthafter Charakterstudie. Das Genre ist schwer eindeutig zuzuordnen. Die Mischung macht den Reiz aus.
Pandora Film übernahm den Verleih in Deutschland. Das Unternehmen ist spezialisiert auf anspruchsvolle Produktionen. Der Film lief beim Tallinn Black Nights Festival im November. Dort erhielt Detlefsen den Darstellerpreis.
Die Produktion setzt auf authentische Darstellung. Detlefsen bringt eigene Erfahrungen ein. Der Film verzichtet auf Klischees über Behinderung. Kommunikation jenseits von Sprache steht im Zentrum.
Start und Verfügbarkeit
Der Kinostart in Deutschland war am 30. April 2026. Pandora Film brachte den Titel in die Lichtspielhäuser. Der Film lief zunächst in ausgewählten Arthouse-Kinos. Eine breitere Distribution folgte später.
Was man im Trailer sieht
In einer schlichten, weiß getünchten Unterführung stapelt sich Wäsche, die geduldig auf ihren Transport wartet. Während sich das Blau des Himmels im aufgewühlten Meer spiegelt, rauscht das Wasser unaufhörlich. Ein Blick in den Waschbeckenabfluss zieht die Kamera in das Innere des Hauses. Vor den Stufen einer steinernen Treppe zieht ein Strom von Menschen an einem vorbei. Dann sehen wir Stefan „Buschi“ Busch und Hideo Kitamura im Bus, ihre Blicke voller Neugierde und Unverständnis. Zuletzt lachen beide, während sie in locker-luftigen Gewändern über ein Hotelbett tollen, bevor Hideo erschöpft auf einer Polsterbank niedersinkt.