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Ein Paket, ein Baby, eine Kreuzfahrt: der Plot des „Marsupilami“-Reboots

Portrait von Leonhard MertensLeonhard MertensAktualisiert

André Franquins gelbe Fabelkreatur hatte ihren ersten Auftritt 1952 im Magazin Spirou

Franquins Fabeltier kehrt in Fleisch und Fell zurück

Im Jahr 1952 schickte der belgische Künstler André Franquin ein seltsames Geschöpf in die Comic-Welt: Ein gelbes Wunder, das mit einem überraschend elastischen Schwanz ausgestattet ist. Nun erleben wir das „Marsupilami“ in einer Neuauflage, diesmal als Realfilm, der in Frankreich produziert wurde. Die Rechte für Deutschland sicherte sich Splendid Film — ein zweites Mal, nach einer bereits einmal adaptierten Vorlage.

Ein Zoo-Angestellter, ein Boss und ein Paket über den Atlantik

David, chaotischer Zoo-Angestellter und gespielt von Philippe Lacheau, bringt seinen Sohn Léo mal wieder zu spät zur Ex-Frau Tess — diese auffälligen Probleme kennt man. Da zwingt ihn sein zwielichtiger Arbeitgeber, verkörpert von Jean Reno, ein Paket zu schmuggeln, und zwar von Südamerika nach Europa. Und dieses Paket? Ein „Marsupilami“-Baby. Na, großartig! Schon sind Jäger und Schützer hinter der Familie her. Das Chaos ist perfekt!

4,8 Millionen Zuschauer als Argument für den deutschen Start

4,8 Millionen Menschen strömten in Frankreich in den Film und katapultierten ihn 2026 an die Spitze der Kinocharts. Ein eindrucksvolles Comeback des heimischen Marktes nach einem Jahr der Flaute. Was mir merkwürdig vorkommt: Splendid Film erkennt das Potenzial und bringt den Film am 20. August 2026 in die deutschen Lichtspielhäuser. Ein großes Sommerereignis für die Familie, sollte man meinen — betrachtet man die Zahlen aus Paris.

Was der 98-Sekunden-Trailer zeigt und was er offenlässt

Der zweite Trailer? Übrigens, er zeigt vor allem: Reno in Aktion, gepaart mit einem hohen Tempo und dem vertrauten Gesicht des Marsupilamis. Lacheaus humorvolle Komik — sie wirkt vielleicht vorhersehbar, aber die Frage ist: Reicht das für die Länge eines Spielfilms? Eine bewusste Verschiebung, die die Spannung aufrecht hält, ist unübersehbar. Und genau hier liegt das Problem.

Was im Trailer zu sehen ist

David (Philippe Lacheau) arbeitet im Zoo und bringt seinen Sohn Léo verspätet zu Ex-Frau Tess zurück. Der Boss (Jean Reno) stellt David vor die Wahl: Hyänenfutter oder Schmuggelauftrag. Die Familie geht an Bord einer Kreuzfahrt von Südamerika nach Frankreich.

Was uns aufgefallen ist

Der Trailer wechselt schnell vom Zoo-Alltag und der verspäteten Sohn-Übergabe in einen Schmuggel-Plot, das Tempo zieht dabei merklich an. Jean Reno spielt den Boss mit ruhiger Drohkulisse, während Lacheau die tapsige Vater-Energie hält, ein Kontrast, der die Kreuzfahrt-Passage trägt. Die Verlagerung von Südamerika nach Frankreich verschiebt den Ton vom Familien-Chaos hin zu klassischerem Verwechslungs-Slapstick.

Was bisher bekannt ist

  • Realverfilmung der Comicfigur Marsupilami von André Franquin, deutscher Kinostart am 20.08.2026 über Splendid Film.
  • In Frankreich führt der Film über Pathé mit 4,8 Millionen Zuschauern die Kinocharts 2026 an.
Marsupilami

Marsupilami (2026)

Film · Drama

Kinostart am 03.07.2026

Trailer bereitgestellt von Splendid Film

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