Erster Trailer zu Brückner kehrt zurück: Ein Moor, ein Trauma, Corinna Harfouch
X Verleih hat den Trailer zu „Im Spiegel meiner Mutter“ veröffentlicht. Der Start ist für 2026 geplant.
Rückkehr nach zwei Jahrzehnten: Brückner und ihr Moordrama
Jutta Brückner meldet sich zurück: Ihr erster Kinofilm seit beinahe zwanzig Jahren steht bevor. Damals setzte sie Maßstäbe, heute geht sie unkonventionelle Wege. Eine erfolgreiche Archäologin entdeckt etwas im Moor; kurz darauf stirbt ihre Mutter. Und dann? Eine verdrängte Erinnerung bricht hervor. Der Trailer? Erstaunlich zurückhaltend, fast zärtlich: Er flüstert, statt zu schreien. Eine bewusste Verschiebung.
Harfouch als Ausgräberin der eigenen Geschichte
Corinna Harfouch verkörpert Ursula Scheuer mit jener knochentrockenen Präzision, für die sie berühmt ist. Manchmal stoisch, fast rückhaltlos. Ihr gegenüber steht Carla Juri als Melanie Splitter. Freundlich, ja, doch gleichzeitig irgendwie unheimlich—sie weiß zu viel. Im Gedächtnis bleibt. Hildegard Schmahl tritt als dement werdende Mutter auf, nur flüchtig im Trailer. Nina Kunzendorf und Samuel Finzi runden den Ensemble-Cast mit subtilen Nebenrollen ab. Erinnerungen werden wach.
Was der Clip verschweigt, und warum das hilft
Der Trailer zeigt: das Ausgrabungsgelände, das alternde Haus, die Mutter. Doch? Er bleibt rätselhaft. Und genau hier liegt das Problem. Ursula findet sich gefangen in einem Netz aus Fantasie und Täuschung. Sie muss sich befreien. Der Clip, genau 109 Sekunden lang, deutet all das präzise an—löst aber nichts davon auf. Ein bewusster Bruch.
Festivalstart München, dann ins Kino
Inzwischen: Die Weltpremiere steigt am 29. Juni 2026 beim Filmfest München. Wo? Der bundesweite Start folgt kurz darauf—am 13. August 2026. Übrigens produzieren Herbert Schwering und Christine Kiauk. Ein Tentpole? Nein, keineswegs. Vielmehr entpuppt sich der Film als leises Werk. Ja, das stimmt. Aber er schöpft seinen Antrieb aus dem Festivalkontext und nicht aus bombastischem Marketing.
Was im Trailer zu sehen ist
Im Trailer ist Corinna Harfouch als Archäologin bei einer Moorausgrabung zu sehen. Carla Juri bewegt sich als Assistentin durch die Nähe der Protagonistin. Im Trailer ist die alternde Mutter in häuslicher Umgebung zu sehen.
Was uns aufgefallen ist
Der Trailer schaltet auffallend hart zwischen Moorausgrabung und enger Häuslichkeit, ohne den Übergang abzufedern. Harfouch spielt Ursula erkennbar nach innen gerichtet, während Juri als Mel daneben eine fast unangenehme Ruhe ausstrahlt.
Was bisher bekannt ist
- Erster Kinofilm von Jutta Brückner seit fast zwanzig Jahren, Drama mit Corinna Harfouch in der Hauptrolle.
- Weltpremiere am 29. Juni 2026 beim Filmfest München, bundesweiter Kinostart am 13. August 2026 über den X Verleih.
Im Spiegel meiner Mutter (2026)
Film · Drama
Kinostart am 20.08.2026
Trailer bereitgestellt von X Verleih