Erster Trailer zu „zu Corpus Delicti“ zeigt Aufstand gegen den totalitären Gesundheitsstaat
Der Roman lag lange auf dem Nachttisch der Feuilletons
LEONINE holt den Bestseller aus der Development-Schublade
Juli Zehs „zu Corpus Delicti“ hat Millionen Leser gefunden. Die Reise durch Schulen und Lesekreise war ebenso erfolgreich wie vorhersehbar der Weg zum Film. LEONINE Studios greift zu — und verleiht gleichsam das Buch auf die große Leinwand.
Lena Stahl führt Regie. Ein Stoff also, der in einen Katalog passt, der auf renommierte Vorlagen statt auf originelle Geschichten setzt. Mir fällt auf, dass das an ähnliche Entscheidungen der letzten Jahre erinnert. Interessant, wirklich.
Ein Gesundheitsstaat, der Sicherheit predigt und Kontrolle meint
Die Prämisse hat es in sich: Ein knallharter Überwachungsstaat, der Gesundheit zur höchsten Bürgerpflicht erhebt. Verdächtig ist, wer nicht kerngesund bleibt. Widerspruch — gefährlich. Die Protagonistin hat einen persönlichen Grund, der sie gegen das System aufbringt: Ihr Bruder gerät in die Bedrängnis, und aus diesem privaten Zwist wächst ein politischer Aufstand. Wer sich hier nicht bewegt, wird überrollt.
Kühle Bilder, wenig Dialog: Der Trailer setzt auf Ästhetik
Der Trailer skizziert eine gläserne Welt. Helle Räume, steril und glatt, zeigen eine Frau, die kontrolliert durch die Korridore des Systems läuft. Der eingeblendete Leitspruch wirkt tonangebend, ja, dominant. Alles wirkt durchorganisiert — und genau das ist beabsichtigt. Aber hat man das nicht oft gesehen? Ein kritisches Detail bleibt hängen: Vertrautheit, und doch gut umgesetzt. Dennoch überzeugt die Bildsprache nicht vollends. Ein Déjà-vu, das man eher vermeiden möchte.
Box-Office-Wette auf einen Namen aus dem Feuilleton
Deutsche Literaturverfilmungen? Sie stehen und fallen mit der Bekanntheit der Vorlage. In diesem Fall bringt Zeh das Kaliber mit. Aber zieht die Dystopie auch über die Stammleserschaft hinaus? Diese Frage wird im Herbst beantwortet. Der Film tritt gegen einen vollen Kino-Slate an. Der 1. Oktober ist ein Starttermin, der durchaus anspruchsvoll ist — ein früher Bezug zur kalten Jahreszeit, die für ernste Themen prädestiniert scheint. Und genau hier könnte der Film punkten, oder?
Was im Trailer zu sehen ist
Im Trailer ist eine Frau in sterilen, hellen Innenräumen der gläsernen Gesellschaft zu sehen. Eine Figur bewegt sich durch die klinisch anmutenden Räume des Staatsapparats. Der Trailer blendet den Leitspruch „Wir sind sicher, denn die Vernunft hat gesiegt“ ein.
Was bisher bekannt ist
- Verfilmung von Juli Zehs Bestseller-Roman „Corpus Delicti“ unter der Regie von Lena Stahl.
- Der Film spielt in einem totalitären Gesundheitsstaat; eine Frau lehnt sich im Kampf um ihren Bruder auf. Kinostart am 1. Oktober bei
zu Corpus Delicti (2026)
Film · Drama
Kinostart am 01.10.2026
Trailer bereitgestellt von DCM Film