Erster Trailer zu Olaf Jagger

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Von , Senior Editor Kino & Blockbuster

Neue Visionen hat den Trailer zu „Olaf Jagger - Kinostart 6“. April 2023“ veröffentlicht. Kinostart war am 6. April 2023.

Erster Trailer zu Olaf Jagger

Die Handlung

Olaf Schubert stößt durch Zufall auf eine pikante Familiengeschichte: Seine Mutter soll in den Sechzigern eine Affäre mit Mick Jagger gehabt haben. Der fiktionale Dokumentarfilm inszeniert diese schelmische Spurensuche als investigatives Abenteuer. Was zunächst wie eine absurde Anekdote klingt, entwickelt sich zur ernsthaften Frage nach biologischer Herkunft.

Die Hobbydetektiv-Geschichte nimmt schnell groteske Züge an. Schubert findet während der DDR-Zeit dokumentierte Hinweise, die das vermeintlich Unmögliche plausibel erscheinen lassen. Seine Reise führt ihn tief in die Archive der Vergangenheit, wo sich private Erinnerung und politische Geschichte überlagern. Stasi-Akten, verwackelte Super-8-Aufnahmen und Zeitzeugeninterviews fügen sich zu einem Puzzle zusammen, das mehr Fragen aufwirft als beantwortet.

Der Film verbindet Ost-West-Konflikt und DDR-Alltag mit einer gehörigen Portion Humor. Bei genauerer Betrachtung drängt sich tatsächlich eine gewisse physiognomische Ähnlichkeit auf – die markanten Lippen, die schmale Statur. Die Erzählung nutzt diese visuelle Parallele als wiederkehrendes Motiv, ohne je ins Alberne abzugleiten. Stattdessen entwickelt sich eine tragikomische Meditation über das Bedürfnis nach Zugehörigkeit.

Der bekannte Komiker untersucht die absurde Möglichkeit einer Verwandtschaft mit Jagger mit dokumentarischer Akribie. Indizien verdichten sich, die Grenze zwischen Fiktion und Recherche verschwimmt zusehends. Schubert spielt mit den Erwartungen des Publikums, lässt offen, welche Archivaufnahmen echt sind und welche nachgestellt. Diese Unschärfe gehört zum Konzept: Die Wahrheit spielt letztlich eine untergeordnete Rolle gegenüber der emotionalen Dimension der Suche.

Die Konstellation schärft den Konflikt zwischen ostdeutscher Provinz und globaler Rock'n'Roll-Legende spürbar. Der Film nutzt eine schelmische, augenzwinkernde Erzählweise, die DDR-Geschichte mit Rock'n'Roll-Kultur verschränkt. Kinostart war am 6. April 2023 bei Neue Visionen, der Trailer erschien einen Tag zuvor. Ob die Frage nach Schuberts Herkunft jemals abschließend beantwortet wird, bleibt bewusst offen – und genau darin liegt die Pointe dieser ungewöhnlichen Spurensuche.

Die Besetzung

Regisseur Olaf Schubert führt nicht nur die Hauptrolle aus, sondern verantwortet gemeinsam mit Sophie Lutz auch das Drehbuch. Die Produktion stammt von Lailaps Pictures in Koproduktion mit MDR und Arte. Das ungewöhnliche Hybrid-Format bewegt sich bewusst in der Grauzone zwischen dokumentarischem Ernst und fiktionaler Überhöhung. Schubert, bekannt für seinen trocken-melancholischen Humor, nutzt seine eigene Biografie als Ausgangspunkt für eine Reflexion über Identität und Herkunft im geteilten Deutschland.

Was man im Trailer sieht

Ein einsamer Strand erstreckt sich, während Olaf gedankenversunken entlang spaziert. Im nächsten Moment blättert er in einem vergilbten Fotoalbum und entdeckt Bilder aus vergangenen Zeiten.