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Ingeborg Bachmann - Jemand, der einmal ich war – Offizieller Trailer

Ingeborg Bachmann - Jemand, der einmal ich war – Offizieller Trailer Deutsch (2026)

Länge 2:01 Minuten

Portrait von Leonhard MertensLeonhard Mertens

Der Trailer zeigt Sandra Hüller in einem kargen Zimmer vor der Schreibmaschine. Pause. Sie spricht Bachmann-Texte direkt in die Kamera — kein nachgestelltes Biopic, sondern eine dokumentarische Annäherung. Regisseurin Regina Schilling schneidet Hüllers Improvisation mit alten Schwarz-Weiß-Aufnahmen der echten Bachmann, dazu Interviews und Archivmaterial aus den Fünfzigern. Zwischen Kärnten, Rom und der Gruppe 47 skizziert der Clip ein Leben aus Sprache und Krisen. Hüller trägt ein rotes Gewand, versteckt das Gesicht, lächelt ins Mikrofon — drei Posen, drei Lebensphasen. Der Film kommt am 25. Juni 2026 ins Kino.

An einem imaginären Tag nähert sich eine Schauspielerin dem Leben Ingeborg Bachmanns – kein konventionelles Biopic, sondern eine hybride Spurensuche, die improvisierte Szenen, Archivmaterial und Bachmanns eigene Texte zu einem kunstvollen Geflecht verwebt. Regisseurin Regina Schilling verfolgt die Autorin von der Kriegskindheit in Kärnten über den Aufstieg zum gefeierten Star der Gruppe 47 bis in die letzten Tage in Rom.

Der Weg ist geprägt von komplizierten Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch sowie einem lebenslangen Ringen um eine radikale, unverwechselbare Sprache. Öffentlicher Ruhm und existenzielle Krisen stehen dabei in ständiger Spannung. Der Film, angelegt zum hundertsten Geburtstag der Autorin, verzichtet auf erklärende Chronologie und setzt stattdessen auf sinnliche Unmittelbarkeit.

Im Trailer

Auf einmal ist es richtig aufregend. Viel blondes Haar, sanftbraune Augen, still und scheu in Ausdruck und Rede, so schreibt der Spiegel über Ingeborg Bachmann. Ich schreibe, dazu brauche ich Papier, Feder, eine Schreibenmaschine, einen ausgeschlafenen Kopf und der Rest ist Arbeit. Das funktioniert alles, ich bin sehr froh. Unsere Geisterbeschwörung, unsere Séance. Eine junge Frau von hohen Gaben. Diese Frau hat das Entscheidende, das wirklich Moderne. Eine hämmernde Eingränglichkeit, wie sie seit Brecht in der deutschen Literatur nicht mehr anzutreffen war. Können Sie mir als Kritiker sagen, warum es mehr Schriftsteller als Schriftstellerinnen gibt? In der deutschen Literatur fällt es besonders auf, dass die Zahl der Frauen sehr gering ist. Wir beginnen da mit Annette von Droste-Hülskopf und kommen bei Ilse Eichinger und Ingeborg Bachmann an und unterwegs sind zwölf Namen. Oder 13, Schluss, mehr nicht. Ihr Ungeheuer mit euren Frauen, hast du nicht gesagt, es ist die Hölle? Woran sind die Männer unheilbar krank? Sie sind es. Wissen Sie das nicht? Jeden Tag arbeitete sie an ihren Gedichten, ich komponierte. Unser Alltag war ein Fest. Was uns zusammengeführt hat, war meine Bewunderung für ihr Werk, das Werk für das Anfang. Ist das Leben durch Liebe wirklich zu heilen, also etwa im Sinne von All you need is love, der Beatles? An die Beatles habe ich natürlich sehr wenig gedacht beim Schreiben. Bin ich eine Frau oder etwas Demorphes? Ich existiere nur, wenn ich schreibe. Ich bin nicht, wenn ich nicht schreibe. Das ist nicht zu traurig, ne? Zu traurig? Okay, wir machen nochmal sowas Selbstbewussteres, innerlich. Ja, schwierig in der Haltung. Ich versuch's. Ja, okay, let's go.

Originaltitel:
Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war
Kinostart:
25.06.2026
FSK:
Freigegeben ab 6 Jahren
Laufzeit:
95 Minuten
Produktionsland:
Germany, Austria
Verleiher:
Zero One Film, Navigator Film

Die vollständige Besetzung, Crew-Details und Kritiken finden Sie auf der offiziellen Filmpage zu Ingeborg Bachmann - Jemand, der einmal ich war .

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Quellen & Redaktion

Trailer bereitgestellt von Weltkino Filmverleih

Analysiert von Leonhard Mertens am , aktualisiert am .